Die Sonne nestelt an den Zimmerwänden.
Es flimmert Staub. Ein Wind weht etwas bieder.
Du streichst dir launisch-müde durchs Gefieder.
Mir fährt indes der Frühling in die Lenden.
Und draußen wühlt die Stadt. Sie nähm uns gerne
die Ruhe weg. – Wir brauchen Zigaretten
und Spiegelei und Tee und einen fetten
FunkTripHopJungleBeat. In weiter Ferne
fliegt irgendwas wohin, durch sanfte Bläue.
Du gehst in meinen Shorts ins Bad. Tatsächlich,
die Schönheit ist nun einmal unbestechlich:
Verzeih, dass ich den frechen Blick nicht scheue.
Posted: März 27th, 2010
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Hier ist’s zu still für launische Gesänge.
Du weißt, ich schleich mich wieder in die Nacht
aus deinem Bett, weil irgendein Gedränge
mein Hirn zerwühlt. Ich geb dir sacht
gehauchte Küsse, die nach Abschied schmecken,
auf deine Stirn. Du wirst mich hassen. Wie
so oft in kalter Einsamkeit zusammenschrecken,
wenn hinter mir die Türe schließt. Ich zieh
mir die Kapuze über. Im Gewissen,
dass ich mich nirgends mehr zu Hause fühle,
dass alle Heimat sich von mir gekehrt – -
doch davon weißt du nichts. Ich mag die Kissen,
die du mit dieser frisch gewaschnen Kühle
aus weißem Stoff beziehst, als sei ich’s wert.
Posted: März 17th, 2010
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Die Sonne sinkt? Komm! Lass uns mit ihr sinken!
Bald wölbt die Nacht sich dunkel in’s Karree.
Stimm lauthals an, mein Bruder! Singend trinken
wir auf die Liebe und manch andres Weh.
Vielleicht ist‘s Glück, dass wir nicht glücklich werden?
Die Freiheit will zuweilen einsam sein…
Wie jeder Tag mit glühenden Gebärden
am Horizont vergeht, muss alles gehn! Schenk ein,
schenk ein, mein Bruder! Morgen will ich wandern.
Du weißt, ich kehre niemals mehr zurück.
Indes wir trinken, küsst sie einen Andern. – -
Du kennst es wohl?… Dann geh mit mir ein Stück.
Der Weg ist breit genug für zwei. Wir setzen
die Stiefel froh in unbekanntes Land.
Und wenn der Wind auf wundervollen Plätzen
die Stirn uns kühlt, dann reich mir deine Hand,
mein Bruder, reich die Hand mir und ein Schweigen,
das wahrer ist als jedes wahre Wort,
wird sich wie diese Nacht auf alles neigen…
Die Sonne sinkt! Trink! Morgen gehn wir fort.
Posted: März 12th, 2010
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Die Nacht trägt Sturm!
Ich folge ihren Launen.
Und alles weht entherzt vorbei.
Wie Schleier.
Nichts ist mehr! O, mein graues Raunen,
verzeih.
Posted: März 1st, 2010
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