Cuthead* – Jacques Cousteau… Und volle Kanne!
Tweetdeck zirpt ins bierverklärte Dunkel.
Da! Bei zwei-strich-vierunddreißig! Panne -
und zwar völlig! Dick das Brett. Ich munkel
mal den Scheiß hier kriegen circa drei
Leute auf die Leine. Macht nichts. Alles
ist nur Selbstzweck, blanke Spielerei
und ein wenig Dichtung. Besten Falles.
*click>
oder: Abbruch einer Erkenntnis beim Betrachten eines Kindes, samt Rückfall in schopenhauerische Lebensmaximen.
Das Glück ist eine Schaukel. Frag die Kleinen,
wenn ihnen ins Gesicht der Schwungwind braust.
Ihr Lachen ist so ehrlich, es zerzaust
fast alles was man weiß -
als hing‘s auf Wäscheleinen.
Ich frag mich, wie die das so einfach machen.
Mit all dem Glück. Man wüsste gar nicht recht,
wohin jetzt hin damit. Ich mein, das Lachen,
das geht noch von der Hand
(zwar etwas schlecht),
doch insgesamt… man würde schier zerplatzen
vor so viel Glück – und alles nur vom Schaukeln?!
Wieso nur fasst man‘s nicht? Ist es das Gaukeln
aus Alter, Geld, Vernunft…??? – -
Egal!: wer lacht, zieht Fratzen!
Posted: April 27th, 2009
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I need -
meat!
Posted: April 26th, 2009
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Schweig
Wenn du schweigen kannst
Zeig
Wenn du zeigen kannst
Aufs Unergründliche
Stündliche
Hündliche
Und
Lach
Wenn du lachen kannst
Lieb
Wenn du lieben kannst
Gib
Wenn du geben kannst
Aus freien Stücken
Wär ein Entglücken
Krankes Entzücken
Strohdauerfeuer, „with a hint of garlic“.
Der Frühling ist ein unbequemes Weib.
Die Nacht durchzecht. Gerändert schleicht der Barblick
in morgenroter Gassen engen Leib.
Ich konnte Forrests Jenny auch nie leiden!
(Am Fenster schüttelt eine Frau den Kopf…)
Wir sollten uns was schämen, Leben meiden,
ein Nippel ist nunmal kein Pausenknopf – -
Vom Puder noch etwas? Und ob! Wir brauchen,
den Tag zu überstehen, ein paar Glücke,
und freilich etwas Kräftiges zu rauchen.
Sei mir nicht böse. Doch der Mut zur Lücke
geht mir gewaltig auf die Batterie…
Ich fahre! Ziel: straff, nacksch – Schloss Sanssouci!
Posted: April 23rd, 2009
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Du zwingst mich, Stadt, in deinen Bilderreigen,
in deine schroff zerhackten Sonnenrisse.
Dein Blick schmeckt fleischig. Unerhörte Geigen
ziehn satte Bläue über Hundepisse.
Geschäftig rollt die Zeit um Stolpersteine.
Vergessen? Nie! Ein Grau. Und Sonnenbrille.
Im Laufen murmel ich „Die Lorelei“ von Heine – -
Jetzt einen Droschkengaul umarmen… und dann Stille…
Der Wind weht Münzen an. Kopf oder Zahl?
Von irgendwo Geplärr und Magenknurren.
Die Sonne im Zenit. Ach!? – und zum Abendmahl
kredenzt mir Ratten, die von Dächern gurren!
Posted: April 20th, 2009
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Man würde gern, hebt an und bleibt doch still,
und sinkt zurück in ein Gefühl von Pflicht – -
Selbst wenn man wirklich wollen wöllte, will
man paradoxerweise manchmal nicht.
Das macht die Zeit – sie heilt nicht alle Wunden.
Sie tut nur so, damit man an sie glaubt.
Sie bringt die Tage herzlich um die Runden,
indem sie diese einfach friedlich raubt.
Da gleicht die Zeit der Liebe. Eingequetscht
sitzt man deswegen öfter zwischen Stühlen.
Wen wundert’s da, dass man die Zähne fletscht?
Mich wundert, dass in den Phantomgefühlen
doch leise sowas wie Erkenntnis schwelt,
dass man nicht irre wird… an dem, was fehlt.
Ein banges Flehen hier und da,
Lobpreisungen und viel Gewimmer -
Gott sprach, als er dies alles sah:
Mensch, irgendwas is immer!
Posted: April 17th, 2009
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Manch einer müht sich redlich, hoch zu sitzen -
Und schafft es auch. Verdient? – auf alle Fälle!
Doch WO er sitzt… ach, neckt ihn nicht mit Witzen:
Er scheißt so lange auf dieselbe Stelle,
bis er auf einem Haufen hockt,
der mit gepflegter Aussicht lockt.
So ist er eines hohen Ortes Zier
und teilt die dünne Luft mit Scheißhausfliegen – -
Was sagt uns das? Ab heute essen wir
ballaststoffreich. Nein! besser noch: wir wiegen
den Wert der Welt an eben solchen Haufen…
Das wär zum Haareraufen!
Mach du die Schlingen, mon ami, ich bau die Leine.
Die Welt ist schlecht. Wir können nichts dafür.
Drum lass uns für ein Weilchen über ihr
(und wenn’s auch nur ein Meter ist) in’s Reine
und endlich auch zur Ruhe kommen. Das Gespür
für uns wird selbst die dröge Welt uns abzuschlagen
nicht wirklich für notwendig halten wollen.
Und wenn ich irre? Niemand irrt! Es sollen
uns Sorgen nicht und keine Freuden plagen,
wenn wir uns Schritt für Schritt des allzu übervollen,
des endlos überreizt-, zerlebten Seins entfernen.
Wenn wir des Abgrunds fürchterlichem Gähnen
entgegen gehn: ein Sich-hinüber-sehnen!
An diesem also end-, unendlich lernen,
dass all dies halbherzlose An-der-Freiheit-lehnen
nicht Freiheit ist? Oh, Freund, will ich es so bedenken,
ist zwischen diesem Schäkel dort, und hier
dem Ellington mehr Freiheit als du dir
erhoffen kannst! – - Noch straffer? Klar. Wir lenken
noch einmal um. Zur Potenzierung. Dann ein Bier!
Posted: April 10th, 2009
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Dem Frühling platzt der Kragen. Mit Gewalt
ergießen sich die Dichter in Sonetten,
als ob sie winterlang geschwiegen hätten.
Manch schönes Pflänzchen kündet in Gestalt
aufknospenden Gewands vom Lebenssinn.
Man fragt sich wiedermal: Wo geht es hin?
Doch ehe man die Antwort kennt, zerschwallt
die Frage schon im Sprudelalltagsfluss -
und tausend Küsse sind manchmal kein Kuss.
Und wenn schon Frühling durch die Straßen lallt:
es wächst auf tausend Dächern doch kein Baum.
Wer in der Stadt lebt, lebt in einem Traum,
durchquert die Landschaft wie auf starren Gleisen,
vorbei an Kühen, die beim Fressen scheißen*.
* Bertold Brecht – Kuh beim Fressen>
Posted: April 8th, 2009
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Was ich mit BigBeats meine, fragst du noch?
So es dir nie entlang des Rückens kroch,
dies warme Schauern, so dich nie das reine,
das große, herrlich satte Allundeine
befallen, so der feiste Rumpelkoch
dir nie die Suppe umgerührt, das Joch
der fetten Beats dich nie manch langes Woch-
enende zwang, kriegst du’s nicht auf die Leine,
was ich mit BigBeats meine.
Ob du dies fühlen kannst? Na sicher doch!
Wenn dich der Sound gleich einer angestoch-
nen Sau verfolgt, im Diskokugelscheine…
dann fährt dir ganz gewaltig in die Beine,
dann brennt dir in den mürben Hut ein Loch,
was ich mit BigBeats meine.
Posted: April 4th, 2009
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Wenn in Distichen ich reimte, man fragte bald: Alter, eh, geht‘s noch?
Lass den elegischen Schwulst! Trink deinen Wein und halt‘s Maul.
Doch! – eben wenn ich des Weines vortreffliche Süße genossen,
Leute, geht‘s wie von allein, sprudeln sie aus mir heraus.
Oft will man meinen, der Wein verführt uns mit seltsamen Späßen.
Schaut man genauer, wird klar: Ihm gilt allein alle Gunst!
Kunst ohne weinseliges Prangen? Seid, eitle Gesellen!, ihr irre?
Leer stünde manches Papier, welches heut glänzt voller Ruhm*.
*nicht Rum!
Posted: April 1st, 2009
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