
Jeder Einsender eines Gedichtes zum Wettbewerb bekommt einen (Adresse mitschicken, falls ihr einen haben möchtet!).
Tausend Dank an Vektor-Bunny vom AF-Blog für den aufwändigen Feinschliff.
Puppe, du sowieso, und all die anderen Kollegen ringsum: ihr werdet gesondert beliefert.
Posted: Februar 23rd, 2009
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Geringfüge Änderung im Zeitplan des Wettbewerbs. Der Einsendeschluss wird um ein paar Tage verlängert, da noch diverse Vorbereitungen getroffen werden müssen und ich ein wenig unterwegs sein werde. Lasst euch mit dem Schreiben bis Ende der Woche Zeit, dann wird alles.
Neuer Einsendeschluss also: 28.02.09
Thema wie gehabt “Alltagsbetrachtungen”
Form: frei
Einsendungen an: paul(punkt)laub(ät)blogfront(punkt)de
Posted: Februar 23rd, 2009
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Beats und kolossal gebasstes Gotten,
und vor allem knietief Wald und so.
Fettes Drangsal aus stockfinstren Grotten.
Kopf, dein Nicken durch die Dimensio-
nen schleißt bang und schlier im Zug der Nadel
Beats, so schmutzig… sonder Furcht und Adel.
Druck in breiten Wällen und ein bisschen
Gänsehaut, wenn sie sich ohne Halt
tief ins Hirn, durch einen Riss gen
Himmel, mit gediegener Gewalt,
bis ins Mark erschütternd, über-rollen:
Druck, gleich satter Meere dumpfem Grollen.
Beats und Druck und… musst du raten?…
kalte Cuts und Koks und reichlich Gin.
Was das Brett bockt! Mit dem Spaten
rührt der Rumpelkoch die Suppe hin!
Rührt sie her und weiß: Musik ist alles!
Liebe!!! Und das Heil – ob freien Falles.
Zum Verständnis: hier klicken >
Posted: Februar 23rd, 2009
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Der Minnesang ist vieler Herren letztes,
zweckgebundnes Mittel.
Indes es scheint… den Damen fetzt es.
Also kräftig schüttel
die Lyra rilkehaft auf deiner Lager-
stätte (möglichst aus Damast).
Mit etwas Glück spricht sie bald: Rainer, laber
nich! – zeig lieber was du hast!
*aus dem Zyklus “Besser leben mit Lyrik”
Posted: Februar 22nd, 2009
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Komm, Liebste, mit! Wir grüßen heut den März.
Streck, Frühling im Gebein, die weißen Glöckchen
ins erste Jahreslicht. Ich schütte dir mein Herz
ins blumenflorgesäumte Spitzenröckchen.
Bald wallt das Sein, wie eingelegt, im Saft.
Vom Sud ein Tässchen? Auf das lange Warten?
Wir haben es verdient. Die Bruderschaft
der Sterne feiert Venus mit Standarten.
Das Weltbild kann um ihren Hintern kreisen.
Wir sind Beweis. Sieh! wie es mich bewegt.
Lass schwirrend uns in ihrem Licht entgleisen,
bis sich der Tag zu uns ins Zimmer legt.
Wie dir mein Wortspiel deine schönen Auen
mit steifer Brise gradewegs zerzaust…
Das neue Jahr ist wie ein Vorwärtsschauen – -
Küss, Liebste, mich – dass mich der Affe laust!
Posted: Februar 21st, 2009
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Die Runde hört des Bürgermeisters Schluss.
Da geht es durch und alles blökt im Takt.
Die Wallung bringt Frau Stadtrat in Verdruss,
am liebsten wär sie jetzt zu Hause und ganz nackt.
Ein Herr vom Hauptamt bläht indes den Wanst
und seinem Maul entsteigen bunte Blasen.
Sein Nachbar haut mit rein und tanzt
den schönsten Charleston auf drapierten Phrasen.
Dann schlägt die Kirche Mittag. Alles rafft
die losen Schriften, Faxe und Kopien
und trollt sich grüßend in die Gastwirtschaft…
dort schmausend ward schon anderes verzieh‘n.
Habe heute mit Freude eine Verlinkung von twitter-lyrik.de bekommen. Das #Weltprojekt lebt. Und die Ausschreibung klingt nicht übel. Ich wusste doch, dass die Blogfront und Twitter Freunde werden können. Schön.
Posted: Februar 20th, 2009
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Wenn ich geh, lauf ich bei dir vorbei.
Manchmal schau ich hoch. Dann brennt oft Licht.
Innehalten, graues Grübelkonterfei -
doch nur kurz. Gleich denk ich frank und frei:
Jeder wie er kann und…
mancher nicht.
Dann knirscht Schnee. Die Erde dreht sich wieder
unter meinen Füßen. Und die Stadt
ist ganz leise, sauber, weiß und winterbieder.
Und ich pfeife alte Freundschaftslieder.
Neue auch. Wohl dem, der…
Freunde hat.
Posted: Februar 19th, 2009
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Das Ding ist durch! Wir haben mit 13 von 26 Stimmen einen eindeutig freien Wettbewerb, welcher mit 8 von 24 Stimmen „Alltagsbetrachtungen“ zum Thema haben wird.
Hier die Übersicht der Stimmenverteilung:
Welche Gedichtform?
freier Wettbewerb – 13
Sonett – 4
Triolett – 4
Limerick – 3
Epigramm – 2
Welches Thema?
Alltagsbetrachtungen – 8
Ein letzter Schluck. Wie schön der Morgen dräut – 7
expressionistisch-winterbedingter Stubenhockerschwulst – 5
Stadtkinderbekenntnisse – 3
freie Auswahl – 1
Vielen Dank für die rege Beteiligung bei den Umfragen.
Laut Statistik haben sich 26 Personen beteiligt, ich erwarte also in den nächsten sieben Tagen 26 Einsendungen unter paul(punkt)laub(at)blogfront(punkt)de.
Schreibt Euch die Seele vom Leib. Schreibt ehrlich. Schreibt deutlich. Seid ihr selbst. Lasst einfach los.
Gutes Gelingen…
Paul
Posted: Februar 18th, 2009
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Heute Nacht 00:00 Uhr werden die zur Abstimmung notwendigen Polls geschlossen. Das Ergebnis ist recht eindeutig, aber es könnte sich bei der Themenumfrage durchaus noch etwas ändern. Denn indes bei der Frage um die Form bisher 20 Personen gestimmt haben, taten dies beim Thema nur 17. (Überigens eine erstaunliche Beteiligung seitens der sonst so ruhigen Leserschaft.)
Also, wer noch eine Stimme übrig hat, sollte sie nutzen, wer noch nicht gestimmt hat… auch.
Posted: Februar 17th, 2009
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Noch laufen die Abstimmungen, aber die Jury und die Preise stehen fest.
Zuerst die Preise, allesamt tiefgehend symbolisch für das Dichten:
1. Preis:
Der abgefahrenste Roman der Welt: eine günstige, aber dennoch schöne Ausgabe von Cervantes‘ „Don Quijote“, aus meinem Buchregal – ungelesen und selbstverständlich in der Braunfelsübersetzung (also nicht, dass ich den Don Quijote nicht gelesen hätte… nur eben nicht diese Ausgabe!)
2. Preis:
Eine Flasche Gin (mit Inhalt).
3. Preis:
Ein lokales Präsentset aus Plastik.
Die Jury:
Auch dieses Mal werden Robert und ich diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen. Um jedoch ein Mindestmaß an Kompetenz und guten, also nüchternen Willen zu gewährleisten, haben wir uns die kenntnisreiche Puppe in den klapprigen Kahn geholt, welche uns in ihrer unnachahmlichen Weise ihre Begeisterung mit folgenden Worten kund tat: „Coohool. Mach ich, ihr Chaoten.“
PS:
Wer ist in der Lage, mir in kürzester Zeit das Blogfrontlogo als verwendbare Vektorgrafik zu erstellen? – ich würde noch schnell ein paar Aufkleber drucken lassen… krieg‘s aber nicht gebacken. Bitte melden. Edit: schon erledigt! Bunny von Absolut Friedenau hat sich bereit erklärt, ihre Fähigkeiten erneut zum Wohle der Lyrischen Blogfront zur Verfügung zu stellen (das Script im Hintergrund, das Layout usw. existieren auch nur dank ihrer Hilfe… jetzt wird sie bestimmt rot und schaut weg). Dankeschön.
Posted: Februar 16th, 2009
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Du drohst mir mit der Presse? Das geballte
Saftfäustchen hält zehn lausige Euronen
ins stickige Foyer und Deine Alte
blökt von Betrug etwas. Es wohnen
so viele deiner Art in dieser Welt.
Erhaben trennt uns – Glück! – der hohe Tresen.
Ich scheiß auf Dich und auf Dein Geld!
Doch werd ich DICH je in der Zeitung lesen,
dann kommst Du für ermäßigt rein. Dann mach
ich Dir nen schönen Drecksfaschistenpreis.
Und Deine pferdeköpfge Schlampe – Ach,
was soll’s – kriegt, dass sie’s Maul hält, noch ein Eis.
Posted: Februar 15th, 2009
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Ei, Valerie, bei deinen Leisten bleiben,
das wär etwas! Das wär ein Zeitvertreiben – -
Schon schreibe ich, dein Bildnis vis à vis,
ganz in Gedanken deinen Namen – Wie?:
Nun, mit P-H und Doppel-L! – an Scheiben,
die, ganz beschlagen, an ein Sichbeweiben,
das unerschaubar scheint, erinnern. Schreiben
und immer schreiben – doch du liest es nie…
Ei, Phallerie!
Dies Sinnen gleicht zu enger Schuhe Reiben!
Ich möchte fluchen, mich vor Wut entleiben
und zieh am Werkstattfenster bang die Knie
zur Brust und schau und weiß nicht wie – -
So muss ich doch bei meinen Leisten bleiben…?
Ei, Valerie!
Posted: Februar 14th, 2009
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Die wichtigste Frage ist: Worum soll sich der neue Wettbewerb überhaupt drehen?
Ich denke, dass eine Woche reicht, um eine Entscheidung zu fällen.
Stimmt ab!
*Polls geschlossen*
Posted: Februar 10th, 2009
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Die Vorbereitungen zum schon vor einiger Zeit angekündigten dritten Lyrikwettbewerb auf www.blogfront.de laufen auf Hochtouren!
Posted: Februar 9th, 2009
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Du lobst mich? Na! Das klingt mir recht gequält.
Ich schlage vor, dass wir das nochmal üben.
Denn wenn ein Lob den guten Sinn verfehlt,
dann fischt man – so wie du – recht schnell im Trüben.
Zuallererst lass jeden Zusatz stecken:
„Ein Lob muss schließlich auch mal sein.“, ist Mist.
Da muss man nicht studieren, um zu checken,
dass solch ein Anhang an ein Lob bescheuert ist.
Auch meide, wenn du einmal lobst, das Publikum.
Das klingt jetzt höchstwahrscheinlich etwas drastisch:
Bei deinesgleichen wirkt solch Lob kurzum…
sarkastisch.
Vergiss zuletzt nicht: Lob sei angemessen.
Den, den man lobt, wie einen Hund zu loben,
du merkst es ja, heißt zu vergessen:
Dass eitles Lob verklingt (erst recht von oben).
Mal so gesehn – das Allerbeste wäre:
Du stelltest alles Loben restlos ein.
Das Selbstlob eingeschlossen. Welche Schwere!
Das zu verlangen… wäre echt gemein.
Von West quillt Nacht heran. Die Sonne sinkt.
Der Park liegt rings voll altem, grauen Schnee.
Spätwinterliches Häppchen. Stadtbedingt.
Ein festgelatschtes Streugutkanapee.
Noch deckt das Eis den kleinen, flachen See,
auf dem ein kaltes Kirchenbimmeln klingt,
wie ein erschreckend klares Resümee,
das vor erstarrter Entenscheiße stinkt.
Die Winterkälte zieht von Fall zu Fall
auch ins Gehirn. Dann wankt man ungeschlacht,
als wäre man auf einem Markt, wo mit Krawall
die Sorge ihre Schlussverkäufe macht.
Und über allem schaut die Venus drall
aus ihrem schwarzen Negligee und lacht.
Da steht man auf, und plötzlich ist man dreißig
und kratzt sich, wie gewohnt, am Sack.
Die guten Freunde gratulieren fleißig.
Und man denkt: FUCK! …
… schon dreißig, oder was? Naja, egal!
Die Zeit hält nun mal keiner an.
Man kocht was Starkes aus dem Teeregal:
Und ist ein Mann.
Man darf nun endlich große Fehler machen.
Nicht solchen lauen Kindermüll,
der sonst so ging, und man darf drüber lachen -
falls man es will.
Man darf sogar ein wenig weise sein,
man ist ja schon ne Weile hier…
Und hört man dich „Verfluchte Scheiße!“ schrein,
dann glaubt man dir.
Und trotzdem ist nichts anders als bisher.
Es ist wie immer, und so wird es bleiben.
Mal geht’s mit Leichtigkeit, mal geht es schwer…
Und Gin gibt’s mit Zitronenscheiben!
Posted: Februar 3rd, 2009
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