



Vorläufiges Modell, Vol. ca. 25 l, aus Baumarktplane. Mangels Nähmaschine mit`m Tacker zusammengefügt. Eine Mischung aus Pack-, Schleif-, Seil-, Rucksack, Umhänge-, Sport- und Alltagstasche. Etwas für alles! Das Ultimatebag!
Dieses vermittels mehrerer Pilsener entworfene Modell werde ich jetzt zum Schneider meines Vertrauens tragen und ihn fragen, ob er mir das Ganze aus stabiler Plane nähen kann. So er kann – er konnte bisher jeden kranken Gedanken umsetzen – werden wir einen großen Beitrag im Bereich der Ein-Mann-Logistik geleistet haben.
Das wird ein Fest.
Posted: Juli 30th, 2008
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Projekt
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Ich lass mich gern in strengem Rahmen aus
[Drum all die Stanzen, Glossen und Sonette],
Und spar aus Überzeugung den Applaus,
Den Ihr zur Zeit verschwendet, da Ihr nette,
Besonders „neue Verse“ lest — ein Graus
Und Elend, solch verkommenen Skelette
Einst großer Dichtkunst – reimlos, kein Esprit:
Ein Ballen Stroh hat mehr an Melodie!
Und all die schwülen Unergründbarkeiten,
Die grob in streng chiffrierten Bildern,
Bulimischen Ellipsen, Gleichnisweiten
Und Paradoxen allen Klang verwildern -
Sie sind das Ende jener schönen Zeiten,
Als man noch SANG. Nichts wird dies Urteil mildern!
Sprech ich von solchen Versen, gilt für sie:
Ein Ballen Stroh hat mehr an Melodie!
Der Hauch der Unverständlichkeit umkränzt,
Ob dieser Unart, aller Dichtung Sein.
Und ewig goethisch-äffisch-albern glänzt,
Wenn sich was reimt, ein unnütz alter Schein
In lyrikmüden Augen. Ein Gespenst
Spukt in den Köpfen! Und? Wer ließ es ein?
Die „Bildung“! Ha! Ihr sag ich’s vis a vis:
Ein Ballen Stroh hat mehr an Melodie!
Ein klarer Sinn in schön gewachsner Form
[Ich halt’s mit den Gedanken wie mit Frauen],
Das Ganze trotzdem frei von jeder Norm –
So lässt sich mancherlei an Strophen bauen.
Die Lyrik braucht nicht äußere Reform,
Nicht innere Kontraste, die sich haushoch stauen.
Sie braucht mehr Inhalt, Kraft und Poesie
Und guten Zunder: Stroh – voll Melodie!
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Posted: Juli 24th, 2008
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Musik
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Dächer, Wolken, Schornsteinstiegen,
Satte Lichter aus den Himmeln,
Vögel, die im Taumel fliegen,
Wo noch keine Menschen wimmeln.
Sitze ich an meinem Fenster
Still im Sessel aus Rattan,
Klingt das Städtchen: Nachbars Wänster
Spielen unten Eisenbahn.
Und es murmeln wie Gespenster
Leise Stimmen. Winde biegen
Feist ums Altbaueck, es schmiegen
Trippeltöne… Stöckelschuhe
Sich hinein. Ich sehe… Ruhe:
Dächer, Wolken, Schornsteinstiegen.
Ganz dezent streift noch Musik
Eines Straßenmusikanten
Die vom ganz entzückten Blick
Abgelenkten Sinne. Rannten
Eben Hufe übers Stück
Straßenpflaster, oder bimmeln
Kirchenglocken, oder lümmeln
Säufer unten… Flaschenklirren?
Ganz egal, es scheinen, flirren
Satte Lichter aus den Himmeln!
Bald entschwindet alles Klingen,
Weicht dem steten Bild der Ruhe.
Kaum gehauchtes Windlichtsingen:
Sonnenuntergang. Der Schuhe
Latschen wandelt nun auf Schwingen,
Alles Blicken ist ein Wiegen
Sonder Laut: Ein Ahnung-kriegen.
Und das Bild erstarrt im Wind.
[Was sich noch bewegt, das sind
Vögel, die im Taumel fliegen.]
Stadtromantik. Wie es heißt.
Kurzes Glück: ein Lastkraftwagen
Fährt die Gasse hoch, zerreißt
Ungelenk das Bild, will sagen:
Solcher Töne wegen -gleist
Mir der Sinn ent-, es verschimmeln
All die Bilder, sie verdümmeln
Sich mit Tönen und zerfließen!…:
Bilder kann man nur genießen…
Wo noch keine Menschen wimmeln!
*eine Glosse
Posted: Juli 21st, 2008
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Lyrik
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Ich hab es satt! Jetzt hört’s der ganze Saal!
Ich kann und will’s nicht länger mehr ertragen!
Ich habe mich bemüht, doch dieses Plagen
Wird mir zuviel, es ist die reinste Qual!
Der vielen Stunden unfassbare Zahl,
Die wir darob in Streitigkeiten lagen,
Lässt sich mit Worten längst schon nicht mehr sagen!
Ich schwör bei Gott, das war das letzte Mal!
Es kann nicht sein! Das Bier ist wieder schal!
Und schales Bier schlägt nunmal auf den Magen –
Nach einem neuen brauch ich gar nicht fragen…
Denn du sagst sicher wieder: „Komm, bezahl!
Und geh nach Haus, dort kannst du weiterklagen…“
Wie soll man denn bei sowas nicht verzagen?!
Wie mir schon fast die Sinne schmelzen,
Wenn abgehackte Hühnerglieder
Ganz tot in heißem Fett sich wälzen,
Gewürzt verpackt im knusprig Mieder.
Wie ich da spreche: Dank zum Herrn!
Und meinen letzten Cent verwette:
Jetzt wärst du, Hähnchen, sicher gern
Das letzte Glied der Nahrungskette.
Doch ach, mein Freund, es soll nicht sein –
Du liegst im Herd an meiner statt,
Und machst, als Flügel oder Bein,
Mit deinem Fleisch mich glücklich satt.
Der Engelsflügel leiser Hauch mich süß umwittert -
Ein Hauch, wie Rosenduft, voll sanftem Sehnen.
Doch da! zerreißt das Firmament in flammend Rot, es zittert
Der Tau am Blattwerk, spiegelt sich im Meer glückseel’ger Tränen.
Ihr letztes Lied singt Philomele mir für diese Nacht.
Mir ganz allein – O könnte dieses Lied auf ewig klingen.
Doch stets, wenn früh der neue Tag erwacht,
Verstummt sie – leis und leiser hallt ihr lieblich Singen.
Wie fasst es mich! dies Lied in dunkler Nacht.
Ei! Philomele, sing! lass mich zum Höchsten streben.
Wenn du mir singst, zerfließt des Geistes böse Macht,
Wenn du mir singst, erfüllt es mich mit neuem Leben.
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Ich weiß, wo es sie noch gibt, die Nachtigallen… zwei Nächte werd ich ihnen lauschen und bei Tage klettern – Sächsische Schweiz… gelobtes Land!
Warum ich auf Mr. Oizo stehe? Weil seine Musik die einzige ist, bei der sich die Zusatzbelüftung des Verstärkers meiner Anlage binnen kürzester Zeit zuschaltet.
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Posted: Juli 10th, 2008
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Musik
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Schau wie verbunden
Hoffnung und Wahrheit:
So die eine verschwunden,
Die andre voll Klarheit.
Posted: Juli 10th, 2008
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Lyrik
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Epigramm,
Gedanken,
Lyrik
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Die ganze Stadt ist voller bunter Menschen
[Ein Volksvergnügen wurde angewiesen!].
Es gibt mit Gänsefett beschmierte Bemmchen,
Lokales Bier, und Wein aus Steinzeugkännchen.
Und alle 15m muss man grüßen.
Die Musikanten spielen völkisch auf.
Wer selig tun kann, schunkelt ganz gediegen.
Der Unrat dieser Welt steht zum Verkauf
An Ständen und in Buden und der Lauf
Der Dinge wird am Lostopf neu entschieden.
So geht’s vom Tag zur Nacht bis Morgengrauen.
Wer so lang wach bleibt, wird auch meist belohnt:
Man kann sich setzen und beim Biere schauen,
Wie sich Besoffne auf die Fresse hauen…
Und geht dann bald in Richtung wo man wohnt.
Manch einer biegt, das hübsche Ding im Arm,
Noch ab und klärt, was so zu klären ist.
Ein andrer kann dies nicht und schlägt Alarm
In Form versauter Lieder. Gott erbarm,
Ich sing doch auch, wenn du nicht bei mir bist.