News for März 2008

Gute Nacht…

Die Nacht hat sich heut ganz schön fein gemacht!
Ihr Kleid ist dünn, man kann die Sterne sehn.
Und erst der Mond, und ihre Lockenpracht -
Der zarte Schleier, der sich stets so sacht
Auf alles Leben legt – es ist so schön!

Zu schön – man sollte ein Gedicht drauf schreiben:
Doch heute nicht! Heut lasse ich es sein.
Ich lass mich einfach einmal locker treiben:
Und lass die Dinge einfach Dinge bleiben…
Und roll mich müde in mein Bettzeug ein.

Posted: März 31st, 2008
Categories: Lyrik
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So ruhig…

Es ist so ruhig? Fast sieht man diese runden, struppigen Dornenbälle über die Bolgfrontoberfläche rollen – vorbei an einem verwesenden Gedicht, das sich den Versfuß an einer grotesken Metapher gebrochen haben könnte, vielleicht ist es aber auch einfach so verendet, verdurstet.

Die Erklärungen dafür sind, wie immer im Leben, denkbar einfach. Ein Job, ein Klassentreffen, ein Akkordeonspieler und Oliven im OOSTEINDE, ein Dreißigster(Gratuliere, mein Guter!), eine Schallplattenveröffentlichung, ein Mensch, ein Ikeaspiegel für 6 Euronen, Probleme mit dem Zoll, eine Couch und Sin City bis um 5.

Reiß dich zusammen… Der Winter geht… das Leben kommt… fairer Tausch, alter Mann.

… fairer Tausch, also denk nach:

Es ist ein einziges Wogen
Und Plätscher-spülen,
Ein Steter-tropfen-stein-höhlen,
Ein Sprüh-gicht-wasser-nagen,
Und unstetes Niemals-stille-stehen…
Das Leben bricht sich tosend
Am Bug deines Gedankenschiffs.
Dem Schaukelboot des Seins,
Dem Windspiel des Schicksals –

An dir, dem trunkenen Steuermann!

Posted: März 29th, 2008
Categories: Intern
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Auf der Suche…

Zack! Fliegt die Jacke über die Lehne der Couch. Die Schuhe poltern in eine Ecke. Hose aus, Pullover aus; Hose an, die 20€ Sonderangebotstrainingsjacke drübergeworfen…. Wohlfühlen beginnt dort, wo man den Gestank des Alltags vom Leibe bekommt. Anlage an, Rechner an, Licht an. Online. Fack! Was ist doch ein Schreibtisch mit Sessel Gold wert! Zisch… Bier, einheimisches. Gelobtes Land. Word. 8 Verse… vom Heimweg übrig.Man übt sich im Alleinsein jede Nacht.
Nach einer Weile geht es auch ganz gut.
Man sieht die Sterne funkeln und man lacht,
Wenn man selbst vor sich selber glücklich tut.

Mit all dem Drumherum ist man vertraut.
Ein Schreibtisch reicht, der Rest ist Inventar.
Und wenn man hungrig in den Kühlschrank schaut –
Macht man ihn hungrig zu und geht zur Bar.

Festhalten die Verse! Ist nicht das Festhalten ein Trauerspiel? Man sollte das Flüchtige der Gedanken leben. MUSIK! O, Musik, was ist das Glück?: Eine Folge von Tönen! Ganz sicher.

Und dann beginnt die Suche!

Nach was? Nach Lyrik. Blogs wie diesen hier. Gedichte! Nicht jene Gedichte, die sich hormongebeutelte Vierzehnjährige aus den pickligen Köpfen zwängen, nein! ich meine Gedichte, ich meine Lyrik, die aus den verdammten Köpfen versoffener Scheißtypen… fließt! Ganz natürlich fließen muss es. Es ist wie beim Pissen… man muss es nur fließen lassen. Das Leben, die Gedanken, das Lieben, das Scheitern… alles fließt. Und Gott fließt mit… im Blut, im Bier… in den Tränen und den kleinen Flüssen in den Dachrinnen, in denen die Spatzen baden.

Doch es gibt nichts zu finden!

Die Hoffnung ist des Suchenden Gefängnis,
Das enger wird mit jeder bangen Stunde!
Man sucht und sucht und spürt schon das Verhängnis:
Wo man nichts findet, geht man vor die Hunde.

Jede Nacht Gedichte über die Liebe, Millionen! Und noch eine Million über die Jahreszeiten! Und noch eine über Gott – als alten Mann, der nicht mehr tanzen kann und Wünsche erfüllt! IHRVERFICKTENSCHEISSHEUCHLER!!!! Trotzdem geht die Suche weiter. Neues Bier. Und dieses eine, dieses eine einzige, dieses beste Lied, diese Erinnerung, dieses Wissen um alles was kommt:

Ab 3:12 min, macht laut, schließt eure Anlagen an die Rechner… es gibt nichts zu finden diese Nacht, es gibt nichts, was man suchen MUSS… vielleicht morgen, besser aber… niemals!

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Posted: März 27th, 2008
Categories: Poesie
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Auf die Gedichte…

Wie ein Raum ist das Gedicht.
Nicht, den Inhalt einzugrenzen,
Eher, ihn im reinsten Licht,
Frei, in wortgewandten Tänzen,
Zu erheben, zu bekränzen.

Wer dabei die schönste Blume
Sich von seinem Geiste pflückt,
Dessen Kranz wird, ihm zum Ruhme,
Blühen – und, wenn alles glückt,
Spricht die Welt vom Wort verzückt:

Hier in diesem Raum genießen
Wir der Worte reine Pracht.
Lehnen uns zurück und schließen
Unsre Augen, fühlen sacht,
Wie das Wort uns trunken macht,

Wenn sich ganze Welten weben,
Engelschöre für uns singen.
Wie wir alles neu erleben:
Lassen wir es in uns dringen!
Tief im Herzen soll es klingen!

Posted: März 26th, 2008
Categories: Lyrik
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Schlummersäfte…

Fühlst du des Nächtens, dass finstere Kräfte,
Dass grimme Zweifel dich umringen,
So hoffe nicht, dass Schlummersäfte
Dir die ersehnte Ruhe bringen!

Posted: März 25th, 2008
Categories: Lyrik
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Zurück aus…

Berlin. Die Stadt in der schon Frühling ist, während hier noch die kraftlose Sonne auf vereinzelte Schneereste scheint, die Stadt, in der nicht einmal ein Kater so richtig schlimm ist, da man damit beschäftigt ist, das Erlebte zu verarbeiten.
Was war das ein absolutes Fest in Friedenau.
Nicht Berlin ist eine Reise wert… seine Einwohner sind es.
Zu Euch komm ich wieder mal zum Spielen!

(Und ja… ich kann wieder ganz normal sprechen!)

Posted: März 24th, 2008
Categories: Unterwegs
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Eudämonie…

Eudaimonie oder Eudämonie ist ein in der praktischen Philosophie häufig gebrauchter Begriff, der ursprünglich (etwa bei Aristoteles) das Gedeihen oder Gelingen (der Lebensführung) bezeichnet. Mittelbar wird der Begriff mit Glückseligkeit und seelischem Wohlbefinden verbunden.

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Posted: März 22nd, 2008
Categories: Musik
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Frau U. schreibt einen offenen Brief…

Du bist – wie soll ich sagen – SO EIN SCHWEIN!
Ach, hätte ich Dich bloß niemals getroffen!
Ich fühle mich sein Tagen ganz allein -
Und Du bist sicher irgendwo besoffen!

Ihr seid doch alle gleich! Ihr seid nur Tiere!
Das, was Ihr denkt, spül ich im Klo hinunter!
Jetzt ist es wieder viertel vor um viere.
Nur deinetwegen bin ich jetzt noch munter.

Ich glaube manchmal, dass Du mich nie liebtest!
Bestimmt hast du schon lange eine Neue.
Wer ist das Miststück? Und – sag an: wie liegt es… ?
Was ist mit Deiner hochgelobten Treue?

Ich bin mit ihm nicht glücklich, musst Du wissen!
Er ist ein Chauvinist wie aus dem Buch.
Ja, lach Du nur! Du hast es auch verrissen!
Schon Muttern sagte: Männer sind ein Fluch!

Ich weiß, Du konntest sie nie wirklich leiden.
Du hattest Angst, ich gliche ihr zu sehr.
Wir gleichen uns doch wirklich nicht wir beiden!… ?
Das gottverfickte Schicksal ist nicht fair!

Ach scheiß der Hund drauf! Hat doch keinen Sinn!-
Die Sache mit den Männern und den Frauen…
Ich weiß zuweilen nicht mehr wer ich bin,
Und möchte meiner Meinung gar nicht trauen.

Und Du? Ich weiß dein Schauspiel zu durchblicken!
Du hast Dir manche schon ins Bett gedichtet,
Wie dieser Rilke, doch der konnt‘ nicht ficken!
(Das hat die Schlampe Salomé berichtet.)

Nun tu nicht so! Du alter Schwerenöter!
Wir haben alle unsren Dreck am Stecken…
Dass ich dies schreibe, juckt doch keinen Köter!
Du kannst mich mal am Arsch und sonstwo lecken!

Die Antwort Herrn H.‘s auf Frau U.‘s offensichtlich offenen Brief…

Das mit dem Lecken werde ich mir überlegen!
Die blöde Lou halt ich ganz einfach für verklemmt!
Zu Freud – dem blöden Arsch – ist sie gerannt deswegen.
Kein Wunder, dass sie wegen Rilkes Pimmel flennt!

Im Übrigen soll man nicht Andrer Lebensbeichte
Zum eignen, ungezognen Zwecke nutzen… außerdem:
Als mich vor ein paar Tagen dieser Brief erreichte,
Hat jenes Miststück Schluss gemacht – na bitteschön!

Bist du zufrieden? Soll ich Dir nun noch erzählen,
Dass es mir Scheiße geht? Das mich das Schicksal schlecht,
Wie Rainer Lou, gefickt hat… ohhh, dass wär Dir recht!
Doch diesen Weg, mein Fräulein, werde ich nicht wählen!

Ich werde in sechs Jamben (denn Du nahmst nur fünfe!)
Dein loses Mundwerk stopfen, wie Du es verdienst.
Ich seh Dich nicht, doch ich verwette meine Strümpfe:
Dass Du, Ach, Gottverdammtenscheißenochmal, grienst!

Posted: März 22nd, 2008
Categories: Lyrik
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Spinnerein…

Wir hängen starr in den Begrifflichkeiten,
Wie fette Spinnen, die auf Beute lauern.
Und müssen darum öfter Hunger leiden,
Das mit der Beute, dass kann manchmal dauern.

Nur ab und an ein Happen, leichtes Spiel.
Verhungern muss man nicht trotz langem Warten.
Die Einfachheiten sind des Jägers Ziel –
Ja, davon gibt es viel im bunten Garten.

Doch wehe dem was Großes käm geschwirrt!
Zerrissen würd das klebrige Gespinst.
Und traurig hing, was andre sonst verwirrt;
Wer es zerfetzt indes, hockt da und grinst.

Man zöge um und legt von vorne los.
Webt wohl nach altem Muster sein Geflicht.
Rief bass erstaunt: Was ist denn das? Famos!
Das neue Netz gleicht meinem alten nicht!

Posted: März 20th, 2008
Categories: Lyrik
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Coldcut…

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Posted: März 20th, 2008
Categories: Musik
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Unter der Dusche…

Der beste Ort der Welt ist doch die Duschkabine!
So viele Stunden stand man drin und rezitierte
Gedichte, deren Dasein keinen intressierte –
Man stand und sprachs mit wonnevoller Miene.

Und durch den Schauer des Gewässers sang man froh
Geglückte Liebeslieder (und die Trauerspiele,
Die darauf folgten), sang sie nackt und ohne Ziele.
Und wusch sich auf dem Kopf und anderswo.

Millionen Tropfen spülten manchen reinen Vers
Vom Munde ab, um ihn, den ganzen Leib hinab,
Zum Abfluss hin zu spülen, in sein feuchtes Grab.
Und man sah zu… und fand es oft pervers:

Ist nicht das Dichten stets ein Indenabflussgießen?
Ein nutzlos abgespültes, fades Selbstverschwenden?
Wer zu viel Worte in sich hat, spricht oft mit Wänden -
Und in der Dusche hat man vier! … und kann den Klang genießen!

Posted: März 20th, 2008
Categories: Lyrik
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Résumé de la nuit…

Pffhhh…
Nacht…
Immer das Gleiche…
Dunkelheit!

Heute ausnahmsweise:
Kalte Dunkelheit –
Mit Schnee.
Das macht die Dinge etwas heller.
Aber Dunkelheit bleibt es trotzdem.
Alles hat nun mal seine Begrifflichkeiten.

Verfickt! -
Man muss sich ja an irgendwas orientieren.

Zwei obligatorische Bier,
Ziegenkäse, Schinken, Toast,
Amon Tobin vs. Kid Koala – live in Boulder, Colorado…
Sick!

Ich hasse und liebe das alles zugleich.

Und Ihr da draußen? –
Pennt!!!
Ihr gottverdammten Penner!

Und wer jetzt nicht pennt,
Hat ebenso einen an der Waffel wie ich selbst!
Spinner!!
Geht schlafen, Ihr miesen Spinner!
Es ist kalt da draußen!
Außerdem funktioniert das so nicht!
Wenn es funktionieren würde, stünde es in der Zeitung!

Glaubt mir, es hatte Hufe!
Das orangene Vieh!
Zum Glück!
Und warum es sich weggedreht hat, als er erzählte wie es passiert ist,
Weiß auch keiner!

Wie?: „wie jetzt?“
Was wollt Ihr?
SINN?

[sinnbefreit

der zeiger sinkt,
die stunde rückt,
der satz erst klingt,
zum vers gedrückt.

lang sitz ich hier,
aus zwei mach vier,
aus vier wird acht,
das reimt auf nacht!

doch mit der lust,
grad bei vers drei
wird’s mir bewusst,
ist es vorbei.

trotz alledem
muß ich gesteh’n,
auch ohne sinn
ist’s ein gewinn]

Das Älteste, vielleicht das Beste!

Und?
Nichts Und!
Oder vielleicht?
Weil die Spatzen auf dem Drahtseil versuchen,
Dem Horizont auf die vom Morgenrot
Beschienene Kante zu scheißen?

Ha!

Das wüsste ich aber, dass ein Morgen heutzutage…
Noch rot werden kann!!!
Penner!!!!

Und es schneit!
Dicken Flocken vorm Fenster!
Und alle Dächer werden weiß…
Diese Reinheit des Schnees,
Der allen Schmutz bedeckt;
Und alle ersten Knospen erfrieren lässt –
Verdammt!
Das stinkt zum Himmel!

Sherry!
Oder ich erfrier!
Wer könnte auch nur eine einzige Knospe retten?

Ihr vielleicht? Im Schlaf, hä?
Ja?
Gut, ich versuchs.
Später.

Vorher… Frühling!
Es war doch schon einmal Frühling, nichtwahr?
Oder irre ich?
Oder irrte ich?
Und dann Sommer! Gedankensommer…
(könntet Ihr nur die Musik hören!):

[Sommergedicht

Im Glas schwimmt eine Biene, ganz ertrunken,
Und Pan schlägt einen Takt mit seinem Glied.
Im Tümpel blöken scharf die gelben Unken
Von Neid und von Besitz ein schlechtes Lied.

Mir fliegt der Hut vom Kopf in weitem Bogen,
Nun bin ich endlich nackt und unerhört.
Der Wein samt Biene fließt in roten Wogen
In meinen Mund und macht mich ganz betört.

Ein Stich in meiner Kehle macht mich rasen,
Indes spritzt Pan vor Lust an einen Baum.
Sein Sperma fressen gierig blaue Hasen,
Ich selbst erbreche gurgelnd grünen Schaum.]

Fragezeichen

Und wäre es nicht Amon Tobin, dann wäre es jemand anderes.
Musik war, ist und wird ewig sein…
Ist Gott und Welt und Zeit!

Behauptung: Bloglöschnacht!
Aber diesmal nicht!

Wenn Ihr Euch alle zusammentätet…
Aber diesmal noch nicht!

Gute Nacht!
Guten Morgen!

Horrido – Joho!
Und alle singen mit!
Horrido – Joho!
Wer mitsingt ist nicht fit!

In Liebe, M.

Posted: März 19th, 2008
Categories: Poesie
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Amor Fati…

[lateinisch »Liebe zum Schicksal«], Friedrich Nietzsches Formel für den höchsten Zustand, den ein Mensch erreichen könne: den als sinnlos erkannten ewigen Kreislauf allen Geschehens nicht nur zu ertragen, sondern um seiner selbst willen zu lieben.

Onkel Friedrich, Du bist der Beste!

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Rimus remedium.

Oder: Wie kranke Dichter sich trösten.

Aus deinem Munde,
Du speichelflüssige Hexe Zeit,
Tropft langsam Stund’ auf Stunde.
Umsonst, dass all mein Ekel schreit:
“Fluch, Fluch dem Schlunde
Der Ewigkeit!”

Welt – ist von Erz:
Ein glühender Stier, – der hört kein Schrein.
Mit fliegenden Dolchen schreibt der Schmerz
Mir in’s Gebein:
“Welt hat kein Herz,
Und Dummheit wär’s, ihr gram drum sein!”

Giess alle Mohne,
Giess, Fieber! Gift mir in’s Gehirn!
Zu lang schon prüfst du mir Hand und Stirn.
Was frägst du? Was? “Zu welchem – Lohne?”
– – Ha! Fluch der Dirn’
Und ihrem Hohne!

Nein! Komm zurück!
Draussen ist’s kalt, ich höre regnen –
Ich sollte dir zärtlicher begegnen?
– Nimm! Hier ist Gold: wie glänzt das Stück! –
Dich heissen “Glück”?
Dich, Fieber, segnen? –

Die Thür springt auf!
Der Regen sprüht nach meinem Bette!
Wind löscht das Licht, – Unheil in Hauf’!
– Wer jetzt nicht hundert Reime hätte,
Ich wette, wette,
Der gienge drauf!

 

(von Gutenberg.de)

Posted: März 17th, 2008
Categories: Lyriker
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Nachts…

Da sitzt man vor dem reinen, weißen Blatt
(Beziehungsweise einer Worddatei),
Und fragt sich manchmal, ob man nicht anstatt
Des Schreibens anderes zu machen hat –
Und an den Fenstern zieht die Nacht vorbei.

Man könnte sich von angemalten Frauen,
Mit schönen Dekolletés und/oder Beinen,
Im Einvernehmen links das Ohr abkauen
Und rechts dran zupfen lassen, oder schauen,
Was so die Kneipen mit „Mojito“ meinen.

Man könnte durch die engen Gassen schlendern
Und über scheußliche Gardinen lachen.
Man könnte radikal sein Leben ändern:
Verblöden, mittels dreißig Fernsehsendern,
Vielleicht auch einfach ein paar Kinder machen.

Man könnte alles was man will verbocken!
Die Nacht, das Miststück, macht bei allem mit.
Stattdessen bleibt man in der Bude hocken
Und schreibt Gedichte, oder man stopft Socken
(Das war jetzt metaphorisch!) wie nicht fit!

Und doch, bei allem was man sich so denkt,
Gibt es nichts Bessres als dies weiße Blatt,
Auf das die dunkle Nacht scheint! Und beschenkt
Ist, wer es füllt, weil ihn das Schicksal lenkt -
Wohl dem, der heute noch ein Schicksal hat!

Drum, Heil! den Geistern, die um unsre Häupter wehten…
Dem Volk der Tag! – Die Nacht uns Spinnern und Pro(l)(ph)eten!

Posted: März 13th, 2008
Categories: Lyrik
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Solche Tage…

Es gibt so Tage, da ist alles gut!
Was man auch anfängt, es gelingt.
Man macht die Augen auf und merkt: das Blut –
Heut fließt es nicht, O nein, es singt!

Und mit ihm singt der ganze Leib! Die Welt
Muss, ob sie möchte oder nicht,
Genauso singen – und sie ist erhellt,
Als schiene ihr ein höhres Licht!

Für einen solchen Tag gäb ich ein Jahr!
Ich gäbe zwei! Und für den Grund,
Der solche Tage macht, warf ich fürwahr
Mein Herz in manchen finstren Schlund!

Doch fand ihn nie! Es ist nicht mein Geschick,
Ich bin nur Teil von etwas Ganzem!
Das Ganze wiederum nur Teil vom Glück –
Ach drauf geschissen!… Lass uns tanzen!

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Posted: März 11th, 2008
Categories: Lyrik
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Leben…

Und alles, alles folgt den Urgesetzen,
Ist in Bewegung, fließt im Fluss der Zeit.
Wo seine Wasser unsre Ufer netzen,
Dort liegt das Fährschiff zur Unendlichkeit.

Für einen Handschlag kriegt man ein Billet.
Wer einmal mitfuhr, kehrte nie zurück.
Klein ist der Mensch – und ach so groß sein Weh:
Vergeht er nicht vor Leid, tut er‘s vor Glück!

Posted: März 9th, 2008
Categories: Lyrik
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PS….

Ein Spind ist ein Spind!

Der Rest passiert eben.

Mit der richtigen Musik

Findet man auch die richtigen Worte.

Die richtigen Worte

Sind das Fundament

Richtiger Taten.

Ein Spind ist nicht nur ein Spind…

Es passiert alles in unseren Köpfen!

Posted: März 8th, 2008
Categories: Lyrik
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Basin Street Blues…

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Posted: März 7th, 2008
Categories: Musik
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Mamelucks Sohn…

„Wenn frei ich nochmal wählen könnte“,
Sprach Mameluck zu seinem Sohn,
„Ich diente wieder bis zur Rente,
Dem guten alten Herrn Mammon!“ –

Und starb – sein Sohn dacht da bei sich:
„Könnt’ ich frei wähl’n, ich tät dies nicht!“ –
Doch ging, so hatt’ es kommen müssen,
Dem Herrn Mammon die Füße küssen.

So tut ein jeder was er muss!
Es kann der Klügste nicht vor flieh’n,
Bei diesem einen bitt’ren Kuss –
Rutscht jeder noch auf seinen Knien!

Doch Mameluck’s gewiefter Sohn,
Der wollt’ sein Wesen sich bewahren –
Und trat an Mammons hohen Thron,
Mit dem nun folgenden Gebaren:

Er kniete, Ach! so ritterlich,
Dem Herrn Mammon zu Füßen sich.
Das eine Knie im Staub voll Lust,
Das and’re vor der stolzen Brust.

So tut ein jeder wie er kann!
Der eine tut es wie ein Knecht,
Der and’re wie ein Rittersmann –
Dem Herrn Mammon sind beide recht!

Posted: März 6th, 2008
Categories: Lyrik
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Reden…

Was möchte man der Welt nicht alles mitteilen!

Stunden, Tage könnte man reden. Aber alle Worte der Welt ersetzen nicht das, was ein gutes Lied zu sagen vermag!

Drum: macht laut, die Welt braucht das Zeug!

Royksopp – a higher place…

FACK ich steh auf den Scheiß…

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Posted: März 4th, 2008
Categories: Musik
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Wanderlieder…

Woher das Glitzern meiner Augen rührt?
Woher das Lächeln und der frohe Schein
Des sonst so müden Antlitz, dass man spürt:
Dahinter müssen schöne Gründe sein?
O säht ihr mich in meiner Kammer sitzen!
Wie ich manch dunkle Nacht verloren saß,
Aus meiner Seele tiefstgelegnen Ritzen,
Die letzten Krumen meiner Hoffnung fraß.
Wie Nacht und Tag an mir vorübergingen,
Wenn ich verirrt nach einem Sinn gefleht,
Ihr wüsstet: Dieses Lächeln ist ein Singen -
Ein Wanderlied, das ewig mit mir geht.

Drum singt auch ihr, die ihr von meiner Art!
Und achtet, dass ihr dieses Lied bewahrt!

Posted: März 1st, 2008
Categories: Lyrik
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