So manchen Tag war ich besoffen
Und hab geraucht so manches Kraut.
Das Hemd war immer faltig, offen,
Hab weder Euch, noch Gott geglaubt.
Auf krummen Wegen ging mein Irren,
Bergauf, bergab, stets ohne Rast.
Im Hirn hatt ich Ideen schwirren.
Hab Geld und Gut sinnlos verprasst.
Fühlt immer mich erhaben, leicht;
Befreit vom steten Soll und Muss,
Ich wollte nichts, hab nichts erreicht,
Sitz mittig ruhig im Lebensfluss.
Woher die Ruhe kommt? Aus mir!
Amor fati: Das Schicksal lieben!
Und wenn ich dabei auch verlier,
So hab ich’s doch recht bunt getrieben!
Posted: Februar 28th, 2008
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Passend zum Kontext und, meines Erachtens, schon jetzt ein Klassiker.
Derbes Video, fette Musik… und das Ende vom Lied ist der Anfang von allem!
Ach!… und macht es laut!
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Posted: Februar 27th, 2008
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Wie ich es vermutete: es werden sich nur wenige zu einem Sonett-Wettstreit finden.
Es gab Bestrebungen, das will ich nicht leugnen. Noch scheint die/der ein oder andere im Hintergrund zu hadern, aber das Sonett ist, wie der ganze Rest der einstmals so erhabenen Lyrik, einfach mal am Ende!
Ich frage, was wäre, wenn ich zu einer Glosse aufgerufen hätte? Man hätte mich wohlmöglich des Irrsinns wegen, gleich meines lyrischen Ichs aus “Der Kuss des Igels”, ins Irrenhaus gesteckt.
Seis drum! Und wenn die ganze Welt in Scherben geht:
Auf blogfront.de wird es Lyrik geben!
Und wenn es irgendwann einmal soweit ist, dann, liebe Schmierfinken und Stümperdichter und all ihr letzten Eurer Art, steht für Euch im Impressum, wo ihr Euer Zeug hinschicken könnt, bis dahin bleibt hier alles beim Alten:
Verwirrend
Ach wie verwirrend ist sie doch, die Dichterkunst.
Man glaubt so manches Mal entseelt davon zu fliegen
und fühlt sich froh, als würd man kleine Kinder kriegen,
ein andres Mal indes zerfließts in mattem Dunst.
Dann bettelt man um jener schönen Musen Gunst,
die, alles bietend, schleierhaft die Hüften biegen.
Doch hat man sie gefasst, will bald der Quell versiegen
und jedes Wort und jeder Vers scheint ganz verhunzt.
Wie fängt mans an, in seiner hoffnungslosen Brunst?
Wer kann schon ewig einsam ohne Aufwind fliegen?
Wer konnte je den steten innren Drang besiegen?
Ach wie verwirrend ist sie doch, die Dichterkunst.
So viele sind auf ihre Höhen schon gestiegen –
und mancher ist dabei erschöpft zurückgeblieben.
Freiberg, 04.03.07
Freunde, alles geht… alles kehrt wieder… und für alle, die es noch nicht wussten:
HALTET DURCH!
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Posted: Februar 26th, 2008
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Da draußen geht was vor! Ich ahne was!
Der Vögel muntre Schar denkt ebenso.
Sie singen heute ohne Unterlass –
Der Frühling naht! Die Sonne scheint en gros.
Hinaus! Nach mehr Beweisen will ich streben!
Wo blüht es schon? Wird es schon etwas bunter?
Ans Licht mit allem was naturgegeben!
Ich glaube Frau Natur hat heut nichts drunter.
Und in der Tat! Die Menschen lächeln wieder.
Die Sommersachen sind noch voller Falten.
Die Welt zerreißt das enge Wintermieder.
Die Hunde und die Dichter bellen ungehalten.
Posted: Februar 25th, 2008
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Im Laub ein Igeltier, ich wollt es essen.
Doch stachs mich in den Mund – O welch ein Schrei!
Ich schimpfte darauf laut und währenddessen
Rief irgendjemand nach der Polizei.
Die kamen bald – ich war schon eingeschlafen.
Dem Igel gleich, im Laub, lag ich gestreckt.
Und einzig diese Himmelsruh zu strafen,
Ging man ans Werk und hat mich aufgeweckt.
Man sei gerufen worden –früh halb sieben –
Ein Irrer sei zu Gange im Revier…
Ich rief: „Der Herr! Verdammt, so lasst mich liegen!
Er sagte mirs! Der Herr war grade hier!
Der Herr war hier und sprach: Iss einen Igel!
Wenn du das tust, schenk ich dir eine Kuh,
Und außerdem, ich geb dir Brief und Siegel,
Schenk ich dir noch das ganze Land dazu!
Das war der Deal! Ich konnt nicht widerstehen!
Der Drecksack hat mich ganz schön reingelegt!
Und itzo, meine Herrn, auf Wiedersehen,
Seht zu, dass ihr euch schleunigst fortbewegt!“
Man nahm mich freilich mit! Verfluchtes Bande!
Und wies mich ein, in eine Psychiatrie.
Man gab mir Drogen, die ich noch nicht kannte –
Das war ein Fest! Ich war so breit wie nie.
Ich bin der Überzeugung, es war richtig!
Ich meine, den Versuch wars erstens wert.
Und zweitens, und das ist mir ganz schön wichtig,
In Igel beißen ist nicht so verkehrt:
Fast hätte mir das ganze Land gehört!
Und meine neue Kuh hätt Euch regiert!
Ihr seid ja von den Kühen ganz betört…,
So sehr, wie Ihr auf diese Merkel schwört!
Naja, wer nicht gewinnt – verliert.
Posted: Februar 25th, 2008
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… meine lieben Freunde, um euren Anfragen gerecht zu werden: es wird eine Einzugsfeier geben! Wir werden nackt auf Schweinen reiten (oder die auf uns) und hinterher grillen wir sie aufm 10 € Kauflandgrill! Wir werden uns entmenschen oder wahlweise vertieren.
Doch zuvor!: WÜRDE ICH DIE BUDE GERN ZU ENDE EINRICHTEN!!!! Ich hab nichmal ne funktionierende Küche! Das einzige, was geht, ist die Anlage und der Rechner… und der Wasserkocher.
Geduld ist also wieder einmal mehr eine Tugend. Doch keine Angst… auch ich wurde Zeit meines bisherigen Lebens dieser nicht im Geringsten mächtig.
Außerdem werden heute Nacht Oscars verliehen und ich hab keinen Fernseher! VERDAMMT!
Verdammt, man soll doch nicht fluchen! Dann eben… ach, VERDAMMT!
Posted: Februar 24th, 2008
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Wie sagt man so schön:
Ich mach drei Kreuze!!!
Posted: Februar 23rd, 2008
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“Es ist beim Dichten fast wie nach dem Saufen…”
… soll der erste Vers des ersten Quartettes der Sonette sein, um welche sich der Wettbewerb rankt.
Es gibt keine Preise, denn das von Ro-Bert vorgeschlagene “Nichts” muss sich jeder selber erarbeiten. Demzufolge ist es auch kein echter Wettbewerb, sondern ein kleiner Wettstreit.
Wie schon erwähnt, Ro-Bert war der erste mit seinem Sonett, soll er also auch an erster Stelle stehen:
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Sonett vom Dichten
Es ist beim Dichten fast wie nach dem Saufen.
Es ist beim Dichten gar nicht wie am Strand.
Es ist beim Dichten nah der Erde Rand.
Verdammt. Was soll’s, schaut alle her – so ist’s:
Jüngst, es war im Winter abgelaufen,
die Haltbarkeit ward überschritten worden:
das Gesetzbuch lag frei von Recht und Orden…
jedoch – es kam der Dichteraktivist.
Und jener freie Künstler presste eifrig
sein ganzes Gut in Worte – starre Verse,
und das ist daran leider das Perverse:
Dass alle Freiheit wird beim Dichten modrig,
wird steif verkorkt – ab in die Strophenflasche,
um zu verschwinden tief in dunkler Tasche.
21. Februar 2008
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Ich selbst sage dazu:
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Beim Dichten
Es ist beim Dichten fast wie nach dem Saufen:
Zuviel des Guten macht die Dinge schlecht.
Wers übertreibt, den sieht man bald mit Recht
Vor Übelkeit die eignen Haare raufen.
Schon manchem ist der beste Geist entlaufen,
Weil er manch dunkle Nacht hindurch gezecht.
Ein andrer zog im metrischen Geflecht
Noch nie ganz edel ausgeprägte Schlaufen.
„Zu wenig“ und „zu viel“ – das ist EIN Haufen!
Der Haufen stinkt zwar wie ein alter Hecht…
Indes, es findet sich – dass einer blecht.
Im Überschwang Erbrochnes soll man kaufen?
Was der Verleger säuft, das kotzt der Knecht?
Da sauf‘ und dicht‘ ich lieber selber schlecht!
22.02.08
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Gestern Abend, nichts Böses ahnend lungerte ich in den Unendlichkeiten des www, als mir Kollege Ro-Bert in seiner ureigensten und unvergleichlichen Art und Weise per ICQ verklickerte:
“Ob ich auch ma wieder ein Gedicht schreiben sollte? Irgendwie kommt mir dabei jüngst meist das Kotzen, versteh ich garnich…”
Als ich besorgt fragte, beteuerte er stocknüchtern zu sein.
Im weiteren Verlauf einigte man sich auf das gute, alte Sonett; einer Gedichtform, die Robert und mir eben durch die ihm innewohnende Strenge im Aufbau aufgefallen und ans Herz gewachsen ist – schließlich lebt und feiert man die Dinge ja nicht minder streng. Und wie wir es schon einige Male in ganz erheblich produktivem Maße veranstaltet hatten, machten wir uns einen Stichtag und ein Thema aus.
So dieses Mal:ein Sonett bis Montag, 25.02.08… Zum Thema: “Es ist beim Dichten fast wie nach dem Saufen,” – was auch gleich der erste Vers sein soll.
Zwei Stunden Später hatte Robert freilich sein verdammtes Sonett fertig, ich weiß jedoch nicht, ob es schon die Endfassung ist – er wird es sicher mitteilen.
Das ist also der Stand der Dinge. Hat vielleicht jemand dazu etwas beizutragen? Ich erweitere hiermit den Wettbewerb, Robert, du hast doch nichts dagegen?, auch wenn ich mir so gut wie sicher bin, dass sich so schnell eher wenige Mitstreiter finden werden.
Einsendungen an: sonett@blogfront.de
Posted: Februar 22nd, 2008
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Da bin ich wieder! Und ich bin – bloß gut –
Noch immer ganz und gar der Alte,
Noch immer kocht in mir dasselbe Blut,
Erwartet nicht, dass ich die Hände falte.
Und wenn was Scheiße ist, dann sag ich „Scheiße!“,
Ihr rümpftet darum oft die Nasen.
Doch auch ein feinres Wort meint nur das Gleiche!
Und Scheiße gibt es viel auf unsren Straßen.
Den Menschen halte ich auch weiterhin
Nur für ein Tier, das nichts versteht.
Das Drumherum bleibt für mich ohne Sinn,
Weil auf der Welt so viel daneben geht.
Auf meinen Minztee lass ich gar nichts kommen.
Und Nazis sollte man verbieten!
Ich pflege Dogmen, die mir durchaus frommen –
Und tue ungern was mir andre rieten.
Den fiesen Heuchlern spuck ich ins Gesicht!
Dem Lügenpack piss ich ans Knie!
Drum warten sie, dass es mich mal erwischt –
Doch ach! Ihr Flaschenkinder kriegt mich nie!
Da kamen schon ganz andre und sie gingen.
Gerecht ist… wenn man trotzdem lacht!
Ich werde weiter meine alten Lieder singen…
Auf blogfront-punkt-d-e… weils Laune macht.
Und launisch bin ich mindestens so sehr,
Wie andre nicht ganz sicher was hier geht:
Was hier geht, geht sonst nirgends mehr –
Und wer verstehen WILL – versteht!!!
Posted: Februar 21st, 2008
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Dass es hier nun höchstwahrscheinlich am laufenden Band Veränderungen geben wird, ist ein notwendiges Übel, wenn man bedenkt, dass schon durch einfache Handgriffe am Skript viele schöne Dinge entstehen können oder, schlimmstenfalls, der Blog zerschossen wird. In Anbetracht meiner Unkenntnis wird wohl Letzteres eher der Fall sein.
Freuen wir uns also auf viele neue Erkenntnisse und Haareraufereien, denn ich habe keinen Plan, keine Zeit, …. aber Ideen.
Posted: Februar 21st, 2008
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Es ist soweit.
Die neue Buzze mitsamt blogfront.de ist online.
Da mach ich mir gleich mal ein Bier auf.
Posted: Februar 19th, 2008
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