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	<title>Seite27</title>
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	<description>Dichtungen</description>
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		<title>Witterung&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 10:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitunter ist es groß. Wer fällt ins Letzte?
Kopfüber hängt der Trotz vorm Dunst der Stadt.
Was man im Schaumschlag löblich übersetzte,
braucht zur Gerinnung nur den Äther. Glatt:
die Schatten an den enggestirnten Mauern,
ganz angeweht von buntem Lampenschein.
So wohl-verheißungsvolles Alsauch, Schauern
und launische Bildhaftigkeit an wein-
beseelten Artefakten. Fernes Gleisen.
Wo irgend etwas ist, ist auch Verkehr.
Willfährig  lässt sich Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitunter ist es groß. Wer fällt ins Letzte?<br />
Kopfüber hängt der Trotz vorm Dunst der Stadt.<br />
Was man im Schaumschlag löblich übersetzte,<br />
braucht zur Gerinnung nur den Äther. Glatt:</p>
<p>die Schatten an den enggestirnten Mauern,<br />
ganz angeweht von buntem Lampenschein.<br />
So wohl-verheißungsvolles Alsauch, Schauern<br />
und launische Bildhaftigkeit an wein-</p>
<p>beseelten Artefakten. Fernes Gleisen.<br />
Wo irgend etwas ist, ist auch Verkehr.<br />
Willfährig  lässt sich Gott und Welt lobpreisen.<br />
Es riecht nach Minze und nach schwarzem Teer&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Altbausommermorgen&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 08:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Zimmer mit Balkon. Und Fleischgemälde.
Gitarren. Terpentinersatz. Dazwischen
verstreute Karabiner. Spielzeug. Ungeschälte
Zitronenstücke. Angenehme Küchen-
geräusche. Kaffeeduft. Die Fensterflügel
stahlblaut der junge Tag wie angegossen.
Musik! Mein Herz: &#038; [endlich] sonder Zügel
fließt alles, was wir träumerisch beschlossen,
in Klarheit über. Laues Vorhangwehen
im Luftzug &#038; zerknüllte Kissen, Decken.
Die alten Dielen unter nackten Zehen.
Wie man so lebt. So liebt. So ohne Ecken&#8230;
Ich mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zimmer mit Balkon. Und Fleischgemälde.<br />
Gitarren. Terpentinersatz. Dazwischen<br />
verstreute Karabiner. Spielzeug. Ungeschälte<br />
Zitronenstücke. Angenehme Küchen-</p>
<p>geräusche. Kaffeeduft. Die Fensterflügel<br />
stahlblaut der junge Tag wie angegossen.<br />
Musik! Mein Herz: &#038; [endlich] sonder Zügel<br />
fließt alles, was wir träumerisch beschlossen,</p>
<p>in Klarheit über. Laues Vorhangwehen<br />
im Luftzug &#038; zerknüllte Kissen, Decken.<br />
Die alten Dielen unter nackten Zehen.</p>
<p>Wie man so lebt. So liebt. So ohne Ecken&#8230;<br />
Ich mag das Rauschen an den Zimmerwänden<br />
&#038; deinen schönen Blick in meinen Händen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Empfang&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 11:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Du willst die Stadt ob meiner Ankunft schmücken?:
Für jeden Kuss, den ich dir schulde, steck
mir eine Sonnenblume in die Häuserlücken
und streu mir auch auf jedes Straßeneck,
das ich auf meinem Weg zu dir passiere,
ein Häufchen Lindenblütenblätter. Gut
wär‘n bunte Kreidekreise oder -tiere&#8230;
Ich werde nämlich nichts als einen Hut
und eine warme Decke bei mir haben.
So bleibt der Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du willst die Stadt ob meiner Ankunft schmücken?:<br />
Für jeden Kuss, den ich dir schulde, steck<br />
mir eine Sonnenblume in die Häuserlücken<br />
und streu mir auch auf jedes Straßeneck,</p>
<p>das ich auf meinem Weg zu dir passiere,<br />
ein Häufchen Lindenblütenblätter. Gut<br />
wär‘n bunte Kreidekreise oder -tiere&#8230;<br />
Ich werde nämlich nichts als einen Hut</p>
<p>und eine warme Decke bei mir haben.<br />
So bleibt der Blick frei für die schönen Dinge.<br />
Doch wenn ich ehrlich bin: wär’s sozusagen</p>
<p>am allerbesten, wenn du, falls dies ginge,<br />
[und dass ich mich nicht nur als Gast begreife]<br />
dich selber schmückst&#8230; mit einer roten Schleife.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fahrtwindpanorama&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 12:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Häng deinen Schal, du schönste Imkerin,
zum Fenster raus. Der Sommer fließt um deine
rockblumensaumumspielten, schlanken Beine.
Der Fahrtwind &#038; dein Lachen &#8211; ja, ich bin
ein bisschen überdreht, weil alles passt.
Du rollst mir, da ich fahre, Zigaretten.
&#038; Felder ziehn vorbei wie grüne Betten,
in denen etwas liegt, das uns erfasst,
das uns an etwas, das vor langer Zeit
gewesen sein muss, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Häng deinen Schal, du schönste Imkerin,<br />
zum Fenster raus. Der Sommer fließt um deine<br />
rockblumensaumumspielten, schlanken Beine.<br />
Der Fahrtwind &#038; dein Lachen &#8211; ja, ich bin</p>
<p>ein bisschen überdreht, weil alles passt.<br />
Du rollst mir, da ich fahre, Zigaretten.<br />
&#038; Felder ziehn vorbei wie grüne Betten,<br />
in denen etwas liegt, das uns erfasst,</p>
<p>das uns an etwas, das vor langer Zeit<br />
gewesen sein muss, sehnsuchtsvoll erinnert.<br />
Am Horizont stehn Wolken. Golden schimmert<br />
das Unaussprechliche. Siehst du wie weit</p>
<p>mein Blick sich traut? Wie satt! &#038; ganz zu schweigen<br />
von dem, was wir zu denken fähig wären&#8230;<br />
Dass wir auf nichts mehr mit dem Finger zeigen,<br />
tun wir der Welt zum Trotz&#8230; und uns zu Ehren!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Blindflug&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 13:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Steig ein, du wunderschöner Mensch, wahrscheinlich
fällt uns, noch ehe wir in Pankow sind,
der Auspuff ab. Es wäre mir nicht peinlich,
wenn alles nach uns gafft, indes wir blind
vor Freiheit aus der Stadt nach Norden flüchten.
Ich kenne dort ein kleines Haus am Meer.
Mit Sandweg vor der Tür. Und den Gerüchten
zufolge sind Windstürme denkbar. Sehr
verständlich, dass du lächelst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steig ein, du wunderschöner Mensch, wahrscheinlich<br />
fällt uns, noch ehe wir in Pankow sind,<br />
der Auspuff ab. Es wäre mir nicht peinlich,<br />
wenn alles nach uns gafft, indes wir blind</p>
<p>vor Freiheit aus der Stadt nach Norden flüchten.<br />
Ich kenne dort ein kleines Haus am Meer.<br />
Mit Sandweg vor der Tür. Und den Gerüchten<br />
zufolge sind Windstürme denkbar. Sehr</p>
<p>verständlich, dass du lächelst. Ich beginne<br />
von ungefähr zu glauben, dass es stimmt,<br />
was manche sagen: Überall sind Sinne,<br />
von denen man nichts weiß, bis man sich nimmt,</p>
<p>was ganz und gar [und außerdem notwendig]<br />
aus allem fließt. &#8211; - Der Himmel ist so groß.<br />
Das Leben macht mich fürchterlich lebendig&#8230;<br />
Steig ein! Lass los&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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