Mitunter ist es groß. Wer fällt ins Letzte?
Kopfüber hängt der Trotz vorm Dunst der Stadt.
Was man im Schaumschlag löblich übersetzte,
braucht zur Gerinnung nur den Äther. Glatt:
die Schatten an den enggestirnten Mauern,
ganz angeweht von buntem Lampenschein.
So wohl-verheißungsvolles Alsauch, Schauern
und launische Bildhaftigkeit an wein-
beseelten Artefakten. Fernes Gleisen.
Wo irgend etwas ist, ist auch Verkehr.
Willfährig lässt sich Gott und Welt lobpreisen.
Es riecht nach Minze und nach schwarzem Teer…
Posted: 26. Juli 2010
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Ein Zimmer mit Balkon. Und Fleischgemälde.
Gitarren. Terpentinersatz. Dazwischen
verstreute Karabiner. Spielzeug. Ungeschälte
Zitronenstücke. Angenehme Küchen-
geräusche. Kaffeeduft. Die Fensterflügel
stahlblaut der junge Tag wie angegossen.
Musik! Mein Herz: & [endlich] sonder Zügel
fließt alles, was wir träumerisch beschlossen,
in Klarheit über. Laues Vorhangwehen
im Luftzug & zerknüllte Kissen, Decken.
Die alten Dielen unter nackten Zehen.
Wie man so lebt. So liebt. So ohne Ecken…
Ich mag das Rauschen an den Zimmerwänden
& deinen schönen Blick in meinen Händen.
Posted: 1. Juli 2010
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Du willst die Stadt ob meiner Ankunft schmücken?:
Für jeden Kuss, den ich dir schulde, steck
mir eine Sonnenblume in die Häuserlücken
und streu mir auch auf jedes Straßeneck,
das ich auf meinem Weg zu dir passiere,
ein Häufchen Lindenblütenblätter. Gut
wär‘n bunte Kreidekreise oder -tiere…
Ich werde nämlich nichts als einen Hut
und eine warme Decke bei mir haben.
So bleibt der Blick frei für die schönen Dinge.
Doch wenn ich ehrlich bin: wär’s sozusagen
am allerbesten, wenn du, falls dies ginge,
[und dass ich mich nicht nur als Gast begreife]
dich selber schmückst… mit einer roten Schleife.
Posted: 14. Juni 2010
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Häng deinen Schal, du schönste Imkerin,
zum Fenster raus. Der Sommer fließt um deine
rockblumensaumumspielten, schlanken Beine.
Der Fahrtwind & dein Lachen – ja, ich bin
ein bisschen überdreht, weil alles passt.
Du rollst mir, da ich fahre, Zigaretten.
& Felder ziehn vorbei wie grüne Betten,
in denen etwas liegt, das uns erfasst,
das uns an etwas, das vor langer Zeit
gewesen sein muss, sehnsuchtsvoll erinnert.
Am Horizont stehn Wolken. Golden schimmert
das Unaussprechliche. Siehst du wie weit
mein Blick sich traut? Wie satt! & ganz zu schweigen
von dem, was wir zu denken fähig wären…
Dass wir auf nichts mehr mit dem Finger zeigen,
tun wir der Welt zum Trotz… und uns zu Ehren!
Posted: 13. Juni 2010
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Steig ein, du wunderschöner Mensch, wahrscheinlich
fällt uns, noch ehe wir in Pankow sind,
der Auspuff ab. Es wäre mir nicht peinlich,
wenn alles nach uns gafft, indes wir blind
vor Freiheit aus der Stadt nach Norden flüchten.
Ich kenne dort ein kleines Haus am Meer.
Mit Sandweg vor der Tür. Und den Gerüchten
zufolge sind Windstürme denkbar. Sehr
verständlich, dass du lächelst. Ich beginne
von ungefähr zu glauben, dass es stimmt,
was manche sagen: Überall sind Sinne,
von denen man nichts weiß, bis man sich nimmt,
was ganz und gar [und außerdem notwendig]
aus allem fließt. – - Der Himmel ist so groß.
Das Leben macht mich fürchterlich lebendig…
Steig ein! Lass los…
Posted: 20. Mai 2010
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Das Haar im Wind. Kirschblüten. Elbefähren.
Ich hab die Taschen voller kleiner Steine.
Mit denen lass uns irgendwas beschweren.
Denn alles ist so federleicht. Ich meine,
dass nichts von Dauer sein kann. Deinen Blick
will ich jedoch, wenn‘s geht, nie mehr vergessen.
Der Mai hockt mir ein bisschen im Genick.
Und will, dass alles neu wird. Währenddessen
er ganz der Alte bleibt. Und launisch tanzt.
Hast du noch Zeit? Ich habe mir gedacht:
Du zeigst mir mal die Liebe. Falls du kannst. – -
Ich weiß nur, wie man keine Kinder macht.
Posted: 7. Mai 2010
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Beschaulicher Anblick, O launisches Unken -
Des Frühlings grotesker Disput:
Dein Nabel, an dem ich mich durstig getrunken,
potzdonnerrührt mir schrecklich im Blut.
Ein Schluck noch und -ich schwöre- ich reiß
dem Äther das Blau von den Lenden!
Die Welt ist voll saftigem Kirschblütenweiß.
Es igelnast mir in den Händen.
Kann sein, dass ich falsch lieg – bei all diesen Wirren
aus Milchschaum und randnahem Licht.
Wie tagtrunken bläht sich ein flügelndes Schwirren…
Oder auch nicht.
Posted: 20. April 2010
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Du pflücktest mir vom Hut zwei Pappelpollen,
wie Mütter abschiedshalber manchmal tun,
und gabst mir Rat, mich auch mal auszuruhn
und gut zu essen: „Und von all den tollen
Blendwerken und vom Geld lass dich nicht leiten.
Such dir ein Mädchen, das dir Gutes will.
Sieh zu, dass Dir die Arbeit schmeckt. Sei still,
wenn Dummheit spricht. Und wo sich Menschen streiten,
dort bleibe nicht, mein Sohn, nicht eine Stunde!
Nun Auf… und schreib mir, wenn Du etwas brauchst,
und dass Du mir nicht Zigaretten rauchst…“ – -
Wie schnell geht guter Ratschlag vor die Hunde.
Ich seh in deinen Augen noch dies Beben:
Dies Wissen um mein Wesen und das Leben…
Posted: 8. April 2010
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Windnase, Land in Sicht! Und Sterne.
Frühblüher mühen sich verstohlen.
Es riecht nach Brot und Wein. Die Ferne
strolcht durchs Gebirg auf leisen Sohlen.
Waldwanken, -raunen. Augenblicke,
in denen 30 Jahre glühen.
Dank dir, mein Herz, für all die Glücke…
und lass uns weiterziehen.
>>>
Posted: 4. April 2010
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Die Sonne nestelt an den Zimmerwänden.
Es flimmert Staub. Ein Wind weht etwas bieder.
Du streichst dir launisch-müde durchs Gefieder.
Mir fährt indes der Frühling in die Lenden.
Und draußen wühlt die Stadt. Sie nähm uns gerne
die Ruhe weg. – Wir brauchen Zigaretten
und Spiegelei und Tee und einen fetten
FunkTripHopJungleBeat. In weiter Ferne
fliegt irgendwas wohin, durch sanfte Bläue.
Du gehst in meinen Shorts ins Bad. Tatsächlich,
die Schönheit ist nun einmal unbestechlich:
Verzeih, dass ich den frechen Blick nicht scheue.
Posted: 27. März 2010
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Hier ist’s zu still für launische Gesänge.
Du weißt, ich schleich mich wieder in die Nacht
aus deinem Bett, weil irgendein Gedränge
mein Hirn zerwühlt. Ich geb dir sacht
gehauchte Küsse, die nach Abschied schmecken,
auf deine Stirn. Du wirst mich hassen. Wie
so oft in kalter Einsamkeit zusammenschrecken,
wenn hinter mir die Türe schließt. Ich zieh
mir die Kapuze über. Im Gewissen,
dass ich mich nirgends mehr zu Hause fühle,
dass alle Heimat sich von mir gekehrt – -
doch davon weißt du nichts. Ich mag die Kissen,
die du mit dieser frisch gewaschnen Kühle
aus weißem Stoff beziehst, als sei ich’s wert.
Posted: 17. März 2010
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Die Sonne sinkt? Komm! Lass uns mit ihr sinken!
Bald wölbt die Nacht sich dunkel in’s Karree.
Stimm lauthals an, mein Bruder! Singend trinken
wir auf die Liebe und manch andres Weh.
Vielleicht ist‘s Glück, dass wir nicht glücklich werden?
Die Freiheit will zuweilen einsam sein…
Wie jeder Tag mit glühenden Gebärden
am Horizont vergeht, muss alles gehn! Schenk ein,
schenk ein, mein Bruder! Morgen will ich wandern.
Du weißt, ich kehre niemals mehr zurück.
Indes wir trinken, küsst sie einen Andern. – -
Du kennst es wohl?… Dann geh mit mir ein Stück.
Der Weg ist breit genug für zwei. Wir setzen
die Stiefel froh in unbekanntes Land.
Und wenn der Wind auf wundervollen Plätzen
die Stirn uns kühlt, dann reich mir deine Hand,
mein Bruder, reich die Hand mir und ein Schweigen,
das wahrer ist als jedes wahre Wort,
wird sich wie diese Nacht auf alles neigen…
Die Sonne sinkt! Trink! Morgen gehn wir fort.
Posted: 12. März 2010
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Die Nacht trägt Sturm!
Ich folge ihren Launen.
Und alles weht entherzt vorbei.
Wie Schleier.
Nichts ist mehr! O, mein graues Raunen,
verzeih.
Posted: 1. März 2010
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Ei, pudelkernbissig- schlohbebende Brust,
wie nagst du an zuckrigen Gittern.
Pissherzen im Schneebeet – der Urteilsverlust:
ein launisch vergessliches Flittern.
Denn alles ist liederlich, wie man es nimmt.
Hoch lebe das müßige Schweigen.
Ein bisschen Genie, das gemächlich verglimmt
und Ärsche, die himmelwärts zeigen.
Zerrissnes Papier über Lachen aus Gin.
Gewühl. Und der Wahn hinter müden
Blauaugenverstecken saft-plätschert dahin.
Die Vögel im Kopf ziehn nach Süden…
Posted: 3. Februar 2010
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Wir müssten mal an fernen Stränden ficken
und große Schiffe zählen, in den Dünen
ein Mittag kochen, den Theaterbühnen
der engen Städte ledig, Karten schicken,
auf die wir einfach: „Alles bestens!“ schreiben.
Ich würde uns aus Strandgut etwas bauen,
durch das wir müde nach den Sternen schauen
[falls wir je müde werden]. Wellentreiben
und Wind, in dem die Möwen schreiend wehen –
das ist Musik und reicht für ein paar Wochen.
Ist lange her, dass wir uns wirklich küssten:
Wir saßen auf der Couch, mit nackten Zehen,
und ich hab wiedermal davon gesprochen,
dass alles anders wird… und dass wir müssten…
Posted: 13. Januar 2010
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Der Tag hat sich das hübsche Weiße angezogen.
Ich werd uns Bannock backen.
Bring die Karten mit.
Der Himmel fließt so klar und unter breitem Wogen
ins Fenster.
Es ist kalt.
Verzeih den Übertritt
ins Stadtromantische.
Der Winter macht gemütlich.
Und Rauch steigt von den Dächern.
Herrlich.
Oder nicht?
Dass alles etwas stiller ist, ist derzeit üblich.
Es sei, ein Bass zerzaust das warme Kerzenlicht.
Ein bisschen satter Druck wird uns nicht wirklich schaden.
Gin-Ingwer-Tee.
Und die Ambassadors.
Du weißt,
dass man den Trott in ganz beschaulichen Kaskaden
auf etwas fallen lassen kann,…
bis er zerschleißt. (?)
Posted: 7. Januar 2010
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Der graue Gaukler zieht mal wieder blank.
Träuft Wein ihm in das Maul! Dass er verstummt.
Am Fenster kratzt was Kaltes. Gott ist krank.
Denn überall ist Stadt. Ein Motor brummt
von irgendwo ins Klare dieser Nacht.
Und alles geht im Kreis. Wo kommt man an?
Ich habe zu viel Zeit allein verbracht.
Das macht heroisch. Oder irre. Irgendwann
kehrt alles heim. Wir wären schlauer, wenn
ich etwas wüsste, das man nicht vergisst…
Die Tage sind wie ein Gedicht von Benn:
so ehrlich, und vor Menschheit beinah trist.
Posted: 29. Dezember 2009
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Nicht dass du denkst, ich hätte was vergessen.
Die Nächte sind mir – ganz wie früher – heilig.
Vielleicht verläuft die Zeit ein wenig eilig
(zumindest bis kurz vor dem Mittagessen).
Ich musste ein paar Bücher neu besorgen
und ein paar Orte wiederfinden. Leider
ist alles etwas blass und deiner Kleider
frohbuntes Wehen fehlt. Ich denk an morgen
und dass wohl keiner etwas weiß, dass Gestern
nur halb durchdacht sein kann. Sein muss. Ich hätte
vorm Fenster gerne alte, große Bäume,
mit Fledermäusen und mit Vogelnestern
und Gipfelrauschen, weißt du: dieser Glätte,
die wie ein Schlaf war, voller leichter Träume.
Posted: 21. Dezember 2009
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Matter Retrolook. Und Vorhangwehen.
Zucker im Kaffee. Man ist allein.
Hübsche Menschen sitzen oder stehen
lässig im Gespräch. Am Tresen ein
Winterpanoramafenster. Straßenleuchten.
Großstadtpoesie. Sonst wirkt es nicht.
Die Bedienung wischt mit einem feuchten
Lappen etwas weg. Das Kerzenlicht
rollt auf schwer getünchten Stofftapeten.
Aschenbecher. Alphawezen. Luft,
die nach Heizung schmeckt. In Preispamphleten
steht etwas vom Flow des Milchschaums. Duft
[voll von Klarheit einer dieser franken
Winkelblickgelassenheiten] reibt
sich mit Zärtlichkeit in die Gedanken.
Stift. Papier: Man ist allein und schreibt…
Posted: 15. Dezember 2009
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Vorm Fenster glüht die Welt vom Wein, vom Scherzen
des bisschen Schnees. Und [himmlische Kasteiung]
in ordentlicher Warteschlangenreihung,
vor Schaschlikspießen, Zimt und Stumpenkerzen,
fühlt mensch sich voller bodenlosem Frieden.
Der Heiland und das Holzschnitzkunstgewerbe
sind fast wie Mann und Frau. Und eine herbe
Dunstglocke hängt auf allem. Ganz entschieden
weht durch die abendlichen Altstadtgassen
mit Wirbelung ein weißer Schwarm Servietten:
Beschaulichkeit im Glanz der Lichterketten.
Und während all das still vorüber gleitet,
verklärt sein Blick sich. Nichts. Gelassen
ein letzter Zug, an dem die Nacht sich weitet.
Posted: 13. Dezember 2009
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Ich fühl mich wiedermal knietief im Wald
und will die Sterne küssen.
Und überall ist Bass. Und etwas ballt
sich in mir auf. In Flüssen,
die -in der Luft zerstäubend- um mich wehn,
klingt eine schöne Stimme.
Ein Schaum am Lichtglanzherbstvorübergehn – -
Jetzt muss es sein! Die Sinne
und alles was ich weiß… gespannt. Fürwahr!
Was soll der Geiz? Ich frage
doch nicht zum ersten Mal. Ich bin und war
im Fieber. Gott, wie vage
das alles ist. Ich tanze! Herrlichkeit,
noch bist du nicht Geschichte.
Wie tausend Mal zuvor: Die Arme weit -
Lass.end.lich.los – und… dichte…
das Leben braucht ein wenig Größenwahn.
Rings schmilzt die Welt im Schimmer.
Und auf der Flöte spielend schreitet Pan
zu mir ins Zimmer.
>>>
Posted: 7. Dezember 2009
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Die Tage sind wie aus dem Handtuchspender:
Glatt, trocken, sauber und zerreißbar zart.
Perforationen. Klare Abrissränder.
Man weiß was kommt. Nichts schlägt mehr aus der Art.
Zuweilen doch ein hübsches kleines Schauern,
falls etwa eine Knitterfalte prangt.
Nicht weiter wild. Trotz einigem Bedauern,
vergeht es, ohne dass man daran krankt.
Schön locker wehen also unsre Bahnen,
im lauen Luftzug. Mühsam geht der Hauch.
All dem galant anheim gefallen ahnen
wir nichts von Drang und weltlichem Gebrauch.
Posted: 3. Dezember 2009
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Liebe Besucher,
in nächster Zeit wird hier umgebaut.
Bitte aktualisiert Eure eventuellen Verlinkungen von “www.blogfront.de” auf “www.seite27.de”. Alles bleibt neu. Seite27.de, paullaub.de und blogfront.de laufen derweil parallel mit gleichen Inhalten. Es geht weiterhin um Gedichte in alter Manier. Nur die Örtlichkeiten verschieben sich.
Drückt die Daumen, dass ich den Kahn hier nicht zerschieße und….
bleibt tapfer.
Posted: 27. November 2009
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„Ich habe roten Wein und auch Oliven.
Nimm dir soviel du willst von alledem,
und auch vom Rest. Das Teilen ist bequem,
wenn man es kann. Die Geister, die uns riefen
sind in der Tat Schwarmgeister ohne Schatten.
Sag, was du brauchst. Dass alles anders ist,
ist unbedingt. Und wirklich herrlich… Bist
du überhaupt noch… wach?“ – - Ich streiche glatten
Belag aus Ziegenkäse auf das warme,
ein bisschen dunkle Toast und blicke stumm
ins Kratzen. Und ich fühl mich etwas dumm.
Das Kissen bauscht um deine schönen Arme
und Kerzenflammen weht, als ob es lachte.
So vieles hätte ich dir gern gesagt.
Mein Glas in einem Zug. Und wenn wer fragt:
Deins trink ich auch. Indes ich dich betrachte.
Posted: 22. November 2009
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Dachziegel liegen rum. Und Motorräder.
Die Nacht durchfaucht ein ziemlich rauer Wind.
Mir ist nach Kerzenlicht und „Meister Petz“-Gefleder,
das durch ein warmes Bettzeug in mich rinnt.
Kaum ich die Fenster öffne: Balkenknarren
des Dachstuhls über mir. Das alte Haus
spricht von der Liebe. Irgendwo ein Scharren.
Gemütlichkeiten. Mond. Und Sterngezaus.
Das einmal teilen. Stadt. Und dieses Fließen.
Ich weiß nicht wirklich, ob man das versteht:
Den Augenblick in etwas einzuschließen,
das immer bleibt. Und ewig aus sich dreht.
>>>
Posted: 19. November 2009
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Der Stadtschlaf, Kid-Koala-Beats, ein Zelt?
Die Morgen sind aus Watte und voll Herbst.
In irgendeinem Schlummer liegt die Welt,
den ich nicht teilen kann. Zumal ich derbst
daneben steh, wenn ich an sowas denk.
Und über allem quillt es furchtbar satt,
schleift sich gediegen ins Gehirn: Ich lenk
hier nichts. Dafür geht vieles viel zu glatt
und sauber von der ausgestreckten Hand.
Woher die ganze Zuverlässlichkeit?
Egal. Wozu jetzt denken? Für Verstand
ist noch genügend Zeit…
Posted: 16. November 2009
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Stadtlichterei!
Und zages Schattenfließen.
Ich sehe vieles, doch nichts klar.
Was wärmt noch?
Schlimm, dies unbeholfne Grüßen.
Nichtwahr…
Posted: 11. November 2009
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